Bodycam – überall live Kamera-Bilder aufnehmen

Bei den Bodycams handelt es sich um den neuesten Trend. Überwiegend kommt die Bodycam bei der Polizei zum Einsatz, aber auch zivile Einsatzkräfte, sowie Fahrrad- und Motorradfahrer wissen die Vorzüge dieser kleinen Kameras zu schätzen. Die Handhabung der Bodycams ist einfach und aufgrund ihrer langen Akkulaufzeit und Witterungsbeständigkeit eignen sich hervorragend, um kritische Situationen zu dokumentieren.

Wodurch unterscheidet sich die Bodycam von der Actionkamera?

Vonseiten der Kritiker wird von einem Überwachungsstaat gesprochen, doch Menschen, die bereits Opfer von Gewalttaten wurden nicken zustimmend, wenn es um die Bodycam im Polizeieinsatz geht.

Doch wodurch unterscheidet sich die Bodycam von der Actioncam oder der Dashcam? Im Grunde ist das Prinzip bei allen drei gleich. Sowohl die Bodycam als auch die Dash- und Actioncam zeichnen auf und ermöglichen es, geschehene Dinge im Nachhinein noch einmal zu betrachten. Die Dashcams sind speziell auf den Straßenverkehr ausgelegt und sie zeichnen blitzschnelle Bewegungen und gefährliche Situationen auf. Die Actioncam hingegen ist der Begleiter bei rasanten Abfahrten oder verschiedenen Extrem-Sportarten. Im Nachhinein dient sie dazu eine Fehleranalyse durchzuführen oder einfach noch einmal in den Genuss zu kommen, den Moment vor Augen zu haben, in dem das Andrenalin hochkochte.

Bodycam – eine tragbare Videokamera

Damit ist eine Bodycam eine tragbare Videokamera und füllt praktisch eine Nische aus, die in den letzten Jahren immer mehr an Interesse gewonnen hat. Zum einen steigt der Bedarf an Sicherheitspersonal immer weiter an und auch der private Objektschutz ist stark gefragt. Es ist möglich viele Objekte durch fest installierte Videokameras zu überwachen, doch die mobile Überwachung ist kompliziert. Und gerade im Umgang mit verdächtigen Personen kann es schnell zu Zwischenfällen kommen, bei denen es letztendlich zu ganz unterschiedlichen Aussagen kommt. Damit Missverständnisse und gegensätzliche Aussagen vermieden werden können, ist die Bodycam hilfreich. Sie dokumentiert wie eine Art Beweismitteln den Umgang mit Menschen.

Die Vorteile einer Bodycam

Es handelt sich bei den neuen Bodycams um robuste Aufzeichnungsgeräte in Form einer Kamera, die über ein sehr geringes Gewicht verfügt, klein und handlich am Oberkörper befestigt wird. Die Bodycams verfügen laut Testberichten über einen 160 Grad Winkel und damit zeichnen sie nicht nur das unmittelbare Gegenüber auf, sondern auch das Umfeld, desjenigen der die Bodycam am Körper trägt. Für gestochen scharfe Bilder sorgen Full HD Aufnahmen und eine Aufzeichnungsqualität, mit der die Gesichtserkennung nicht länger ein Ratespiel ist. Die Bodycams sind schlag- und stoßfest und passen sich automatisch den Lichtverhältnissen an. Zudem erfordert sie auch keine Programmierungskenntnisse des Nutzers, ebenso wenig sind für die Einstellung keine Kenntnisse erforderlich. Die Bodycam sorgt durch ihre Witterungsbeständigkeit und ihre deutlichen Aufnahmen selbst bei starken Regen für die maximale Sicherheit ihres Trägers.

Rund um die Uhr gestochen scharfe Bilder

Während eine Dashcam oder eine Actionkamera vor allem nur bei Tageslicht mit gestochen scharfen Bildern überzeugen kann, liefert die Bodycam auch in der Nacht ein deutliches Ergebnis. Die Infrarot LEDs werden automatisch aktiviert, sobald es die Lichtverhältnisse erfordern. Bei den Aufnahmen mit Infrarotlicht werden die Videos und Bilder in Graustufen dargestellt, was allerdings keinen Einfluss auf die Erkennbarkeit von Gesichtern hat oder der klaren Wiedergabe von Situationen – alles ist weiterhin gestochen scharf. Die Befestigung am Körper ist sicher und dennoch flexibel, so dass die Bodycam selbst bei Stößen oder der versuchten Entfernung durch einen Angreifer nicht herunterfällt. Durch den leistungsstarken Akku sind Aufnahmen von über drei Stunden am Stück möglich und damit eignet sich die Bodycam optimal für Einsätze, wo ein längerer Zeitraum am Stück festgehalten und im Anschluss wiedergegeben werden soll. Die Bodycams mit automatischer Umschaltung schneiden in den Tests besonders gut ab.

Mit der Bodycam Fotos aufnehmen

Es ist teilweise notwendig, die Bodycam für die sofortige Dokumentation einer Situation nicht nur als Videokamera zu nutzen, sondern auch für die Aufnahme von Fotos. Hier fließen die hohen Standards des US Militärs ein, bei denen Bodycams ohne Einschränkung genutzt und auch in den schwierigsten Situationen unter härtesten Bedingungen für Sicherheit sorgen. In einer integrierten Speicherkarten werden die Aufzeichnungen gespeichert und können im Anschluss an den Einsatz schnell und einfach auf den Computer übertragen werden. Selbst ein Angreifer, der sich im Moment seiner Tat durch die Bodycam nicht aufhalten und bremsen laesst, ist spätestens nach der Beweiserbringung durch die Videoaufzeichnung überführt und wird dann sein Vergehen zugeben. Damit ist es nicht von der Hand zu weisen, das Bodycams die Sicherheit erhöhen und bei der Ergreifung, deren Identifizierung und Überführung gute Dienste leisten.

Bodycams im privaten Bereich

Die Bodycams sind bei der Polizei, Sicherheitskräften und Militär im Einsatz. Doch wie sieht es im privaten Bereich aus? Sind sie dort erlaubt und wenn ja, dienen sie in dem Fall auch der Überführung eines Täters?

Hier wird die Grenze durch die Vorschrift des § 6b BDSG gezogen und demnach ist eine Videoüberwachung nur dann zulässig soweit sie:

  • zur Aufgabenerfüllung öffentlicher Stellen,
  • zur Wahrnehmung des Hausrechts,
  • zur Wahrnehmung berechtigter Interessen für konkret festgelegte Zwecke erforderlich ist und keine Anhaltspunkte bestehen, dass schutzwürdige Interessen der Betroffenen überwiegen und
  • darüber informiert wird, dass Überwachungskameras installiert sind und wer die verantwortliche Stelle für die Kameraüberwachung ist.

Das bedeutet, dass im Fall der Bodycam fast alle Faktoren wegfallen und die Aufnahmen damit legitim wären. Aber, selbst die Polizei hat beim Einsatz der Bodycams enge Grenzen und das schließt den Einsatz einer Bodycam als Privatperson fast aus.

Welches ist die beste Bodycam?

Nicht jede Bodycam weist nicht alle Eigenschaften auf. Damit verrichtete die eine ihre Dienste besser als die andere. Da die Bildqualität wechselhaft ist und bei Außenaufnahmen eine gute Bildqualität gesichert ist, kann das schon ganz anders bei Kunstlicht und widrigen Lichtverhältnissen aussehen. Damit trennt sich die Spreu vom Weizen. Zudem steht hier nicht die Bildqualität im Fokus, sondern die einfache Bedienung. Das beginnt bereits damit, dass die Bodycam einfach an der Kleidung befestigt werden kann, die Ausrichtung der Linse flexibel ist und zudem sollte sie spritzwassergeschützt sein, damit sie auch einen Regenschauer übersteht. Eine Bodycam wird zudem anlassbezogen aktiviert und das bedeutet, wenn sich eine zweifelhafte Situation anbahnt, dann wird sie eingeschaltet. Damit das auch in einer Stressfunktion schnell und intuitiv funktioniert, besitzt eine Bodycam nur wenige Tasten: Den Ein- und Ausschalter sowie einen Fotoauslöser. Zudem sollte eine gute Bodycam über ein leistungsstarkes Akku verfügen, damit sie auch gute drei Stunden filmen kann.